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Auf dem
heutigen Sankt Anton Platz,
ehemals Schönhaus am Südhang des Burghügels
von Görz steht der aus dem 16. Jahrhundert stammende
Palast der Familie Strassoldo,
einer der ältesten und bekanntesten im ganzen Friaul. |
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Im Verlauf des 17. Jahrhunderts
wurde der Palast restrukturiert und dann im letzten Viertel
des 18. Jahrhunderts erweitert, wodurch die Linie des Bauwerkes
bis zum Niveau des nahen Hauses auf dem Cavour Platz versetzt
wurde. Es wurden die Innenräume verändert wie auch
die Dimension und die Fassade, die die typischen Charakteristiken
des 18. Jahrhunderts annahm.
Im Innern des Hofes befand sich ein Rundbeet und ein Brunnen,
der auch heute noch gut erhalten ist.
Die vornehme Residenz befindet sich in einer Atmosphäre
von raffinierter Stille. Die Hauptfassade ist durch eine kleine
zentrale Dachwohnung mit drei Fenstern reguliert und an den
Seiten stützen zwei Lisenen ein Bogenfeld, in dessen
Innern das Familienwappen eingesetzt wurde.
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Eine nüchterne Fassade, die jedoch
von beträchtlichem dimensionalen Eindruck ist, wenn man
sie mit dem vorliegenden Platz vergleicht, der in den ersten
Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts,
nach dem Niederreißen der alten Mauern von dem, was
vom alten Franziskanerkonvent übrig blieb, in ein besonderes
Szenarium eingefügt wurde, das von einer Säulenreihe,
die noch heute die drei Seiten vom Sankt
Anton Platz umfasst.
Im Erdgeschoss war der breite Eingang mit Verzierungen aus
Marmor versehen, von denen heute noch zwei Oberstücke
erhalten sind. Das Hauptgeschoss des Palastes bestand aus
15 Zimmern, die von einer aus dem 16.
Jahrhundert stammenden Treppe mit vier quadratförmigen
Rampen erreichbar waren, die sich auf der linken Seiten des
Hausgangs befinden.
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Die Säle des Strassoldo-Palastes
beherbergten künstlerische Ereignisse wie zum Beispiel
das Konzert des venezianischen Pianisten Enrico Angeli, das
im Oktober 1843 stattfand. Marie Therése
Charlotte, Herzogin von Angouleme (mit dem Spitznamen
Madame Royale), belegte das Eckzimmer des ersten Stocks zwischen
dem Platz und dem Garten, den sie direkt von ihrer Wohnung
erreichte. Nach dem letzten Gruß an ihren Mann Louis
Antoine Herzog von Angouleme, der auch neben Karl
X in der Krypta der Kirche des nahegelegenen Klosters
von Castagnevizza beigesetzt wurde, verlegte Madame Royale
ihren Wohnsitz nach Österreich. Mit der Abreise der Bourbonen
aus Görz endete eine Epoche auch für den Palast,
der in kurzer Zeit die Mitglieder der ursprünglichen
Eigentümer der Familie Strassoldo aufnehmen sollte.
Heute vermischt sich die Raffiniertheit dieser einzigartigen
Umgebung geschickt mit dem eleganten und diskreten Service
eines charmanten Hotels.
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